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INSOS St.Gallen Appenzell Innerrhoden

Newsletter Februar 2025

Sehr geehrte Damen und Herren

Der Gesetzgebungsprozess im Kanton St. Gallen ist in einer wichtigen Phase angelangt: Ende Oktober 2024 wurde die Vernehmlassung eröffnet. Sie dauert noch bis Ende Februar 2025. Als Ergänzung zu den verschiedenen Hintergrundartikeln, die wir bisher in unserem Newsletter publiziert haben, haben wir uns mit der Pro Infirmis über die Gesetzesrevision unterhalten: Die Pro Infirmis hat als eine der ersten Organisationen in der Schweiz das Begleitete Wohnen angeboten und bringt sehr viel Erfahrung im Bereich ambulantes Wohnen mit. Sappho Wieser, Leiterin Begleiteten Wohnen, bei der Pro Infirmis St. Gallen- Appenzell, nimmt im Interview zu ganz vielen Fragen ausführlich Stellung.
Die Verabschiedung unserer Positionierung geht diese Woche in die finale Phase: Der Vorstand ist dabei, der aktuellen Version der Stellungnahme zur Gesetzesrevision den letzten Schliff zu geben. Grösster Stolperstein ist die Verordnung, die als Blackbox wahrgenommen wird. INSOS SG-AI wird ohne verbindliche Mitsprachemöglichkeit kaum Ja sagen können zum Nachtrag I.
Mit diesem Newsletter sind Sie punkto Verbandsaktivitäten wieder à jour – wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre!

Felicitas Leibundgut, Geschäftsführerin INSOS SG-AI

News aus dem Verband

Der Verwaltungsaufwand darf nicht zunehmen

Die Pro Infirmis bietet seit vielen Jahren das Begleitete Wohnen an und verfügt über viel Erfahrung punkto ambulante Dienstleistungen. Sappho Wieser, Leiterin Begleitetes Wohnen, steht im Interview Red und Antwort. Sie befürchtet, dass die Bedarfsermittlung sehr aufwendig werden wird.

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Vernehmlassung Gesetzesrevison in St. Gallen

Ende Oktober wurde die Vernehmlassung zum revidierten BehG eröffnet. Nach einer ersten Schlaufe, bei der die Mitglieder Gelegenheit hatten, Stellung zur Gesetzesvorlage zu nehmen, und die sehr unterschiedliche Positionierungen zutage brachte, ging der Findungsprozess einer einheitlichen Haltung gegenüber dem neuen Gesetz (Nachtrag I) in die zweite Runde. Der Vorstand erarbeitete ein Papier mit drei Optionen, die zur Diskussion standen. Dabei kristallisierte sich heraus, dass die Mehrheit der Mitglieder entweder Ja zum Gesetz sagt, dieses Ja aber an zu erfüllende Forderungen knüpfen will, oder Nein sagt zum Gesetz, wenn nicht bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Im Netzwerk der Dienstleistenden, in dem neben INSOS SG-AI u.a. die Behindertenkonferenz, die Pro Infirmis und Procap vertreten sind, ist der Tenor ähnlich: Grundsätzlich ist man sich einig, dass die Stossrichtung des Gesetzes gut ist. Es gibt aber Mängel und viele offene Fragen. Insbesondere wird die nachgelagerte Verordnung als grosse Unsicherheit wahrgenommen. Der Vorstand ist im Begriff, eine finale Stellungnahme zu erarbeiten, zu der die Mitglieder noch einmal befragt werden.



Konferenz der Dienstleistenden

Die Veranstaltung «Gemeinsam für gute Rahmenbedingungen» vom 5. November 2024, die sich an die Geschäftsleitungen von INSOS SG-AI und die Trägerschaftspräsidien richtete, stiess auf grosse Resonanz. Zum einen stellten Claudius Luterbacher, Leiter des Amtes für Soziales vom Kanton SG, und Nora Stahr, Leiterin Stab Amt für Soziales Kanton SG und Projektleiterin Revision BehG, die Inhalte des neuen Gesetzes vor und beantworteten im Anschluss offene Fragen. Im zweiten Teil der Veranstaltung ging es um die Weiterentwicklung der «Konferenz der Dienstleistenden», das am 1. Mai 2024 neu ins Leben gerufene neue Gefäss. Das wichtigste Anliegen der Trägerschaften – mehr Einfluss haben bei der Regierung – kann erfüllt werden, da vorgängig mit Regierungsrätin Laura Bucher die Übereinkunft getroffen werden konnte, dass an zukünftigen Treffen mit ihr auch die Trägerschaften vertreten sein sollen. Es steht auch bereits ein Termin für ein Gespräch mit Regierungsrätin Laura Bucher auf der Agenda: Am 13. Februar 2025 trifft sich eine Delegation von INSOS SG-AI/Trägerschaften mit Laura Bucher und Claudius Luterbacher. Das Grundlagenpapier, das der Arbeit der Konferenz der Dienstleistenden zugrunde liegt, wurde in der Zwischenzeit überarbeitet und ist auf der Webseite abrufbar.




Neue Qualitätsrichtlinien

Sozusagen als Weihnachtsgeschenk bekamen die IVSE-Betriebe des Kantons St. Gallen am 20. Dezember 2024 die neuen Q-Richtlinien überreicht, die per 01.01.2025 gültig sind und die bisherige Basisqualität aus dem Jahr 2013 ersetzen. Es besteht ein Jahr Übergangsfrist, um die überarbeiteten Vorgaben und Prozesse anzupassen. Im Überarbeitungsprozess wurde der Verband zweimal angehört, einmal auf Ebene SODK Ost+ZH, einmal auf kantonaler Ebene, ohne dass die beiden Anhörungen substanziell viel bewirkt haben. Der Verband bedauert, dass INSOS nicht so am Prozess beteiligt worden ist, wie es die Zusammenarbeitsvereinbarung vorsieht. Dies wurde dem AfSO auch zurückgemeldet.
Mit Blick auf die Übergangsfrist beabsichtigt das AfSO, gemeinsam mit INSOS SG-AI einen Plan zu erarbeiten, wie die neuen Qualitätsrichtlinien umgesetzt werden können. An der letzten Sitzung des Koordinationsgremiums am 22. Januar 2025 wurde INSOS SG-AI vom AfSO auch darüber informiert, dass aktuell eine Evaluation und Weiterentwicklung der kantonalen Aufsicht seitens der Abteilung Alter und Behinderung erfolgt. Ziel ist es, den Austausch mit den Dienstleistenden in dialogorientierter Form zu fördern. Weitere Informationen erfolgen im Laufe des Jahres.



Pilot Berufsfachschule PrA Ost

Der Start des Piloten einer gemeinsamen Beschulung der PrA Lernenden ist aus Sicht der Arbeitsgruppe BFS PrA Ost (bestehend aus HPV Flawil-Uzwil, obvita und Valida) geglückt. Die ersten Erfahrungen aus der gemeinsamen Zusammenarbeit sind durchwegs positiv. Im August sind in den drei Berufsfachschulen rund 50 neue Schüler:innen aus insgesamt 9 Ausbildungsbetrieben gestartet und davon ein Drittel in einem der zusammengefassten Kompetenzzentren (vor allem Logistik, Industrie, Küche). Die Synergien bringen die Schulen weiter und gemeinsame Standards entstehen. Für alle Schüler*innen ist der Weg zu und der Besuch von einer BFS ausserhalb des eigenen Lehrbetriebs machbar. Die Rückmeldungen der Schüler:innen sind ebenfalls positiv und motivieren die Arbeitsgruppe mit dem Piloten weiterzufahren. Darum werden die Berufsfelder ausgebaut, die ab Sommer 2025 in den drei Kompetenzzentren für externe Schüler:innen offen sind. Hier findet man eine Liste, welche die möglichen Berufe zeigt, in denen die Schulen einen PrA-Berufsschultag anbieten (inklusive Fachkunde und Sport) und weitere sind auf Anfrage denkbar. Sollten weitere Betriebe also Interesse haben, ihre Schüler:innen für den Lehrstart 2025 extern beschulen zu lassen, so freut sich die Arbeitsgruppe auf Anfragen unter arbeitsgruppe.bfs.pra@valida.ch. Darüber hinaus ist geplant, für den Anmelde- und Admin-Prozess eine unabhängige und einfache Lösung anzubieten.




Zukunftsvision Berufsfachschulen PrA im Kanton St.Gallen

Nebst dem oben angesprochenen Piloten stellt sich grundsätzlich die Frage, wohin sich die Organisation des schulischen Teils der PrA in der Ostschweiz entwickeln soll. Wirft man einen Blick auf andere Beispiele aus der Schweiz, so finden sich verschiedenste Modelle. Im Aargau und Graubünden gibt es z.B. kantonal jeweils eine Schule, die alle PrA- Lernenden beschult. Im Kanton Thurgau zieht das Brüggli als grösste Berufsfachschule PrA nach Weinfelden in zentrale Räumlichkeiten. In den Kantonen Bern und Basel wird der Schultag von den öffentlichen Berufsfachschulen angeboten, die auch die EBA/EFZ-Lernenden besuchen. Im Kanton St.Gallen sind die Berufsfachschulen noch mehrheitlich in den sozialen Unternehmen und sehr heterogen organisiert.
Am 6. Februar fand bei der SVA ein Workshop statt zum Thema «Zukunftsvision Berufsfachschulen PrA» zu dem sich Vertreter:innen von INSOS und der SVA gemeinsam austauschten. Nach verschiedenen Inputs zur PrA-Entwicklung allgemein und zu bestehenden Berufsfachschul-Modellen in der Schweiz erörterten die Teilnehmenden des Workshops, wie eine Vision «unabhängige BFS PrA Ost» aussehen könnte. Diskutiert wurden die Chancen und Risiken aus möglichst vielen Blickwinkeln wie Schüler:in, Ausbildner:in, Institution, BFS-Lehrperson, Arbeitgeber:in aus dem allgemeinen Arbeitsmarkt, IV-BB, IV-KMT oder öffentliche Berufsschulen der Kantone. Jasmin Fischer von der Valida hat den Workshop initiiert und möchte damit die Weiterentwicklung in der Branche anstossen. Sie findet, dass mit einem gemeinsamen Projekt ein wesentlicher Beitrag zu mehr Inklusion für die Lernenden aber auch zu mehr Anerkennung für die PrA allgemein geleistet werden kann.



Inklusive Tagung zum Thema Wohnen

Am 12. Februar 2025 findet eine von INSOS SG-AI organisierte inklusive Tagung zum Thema Wohnen in St. Gallen statt. Begleitet und moderiert wird die Tagung, die sich an Menschen mit einer Beeinträchtigung und an das Fachpersonal richtet, von sebit schweiz. Ausgehend vom UN-BRK-Artikel 19 und dem Recht auf Wahlfreiheit beim Wohnen geht es um die Durchlässigkeit beim Wohnen. Das Amt für Soziales wird zu Gast sein und aus erster Hand die neuen ambulanten Dienstleistungen vorstellen. Drei Teilnehmerinnen aus dem Projekt WUP berichten von ihren Erfahrungen. INSOS SG-AI nahm die inklusive Tagung zum Anlass, den Anmelde- und Bezahlprozess via Website zu automatisieren, so dass der Zugang möglichst barrierefrei ist.  INSOS SG-AI freut sich, dass die Tagung auf grosse Resonanz stösst.



Stammtisch der Klient:innen in der Steig

Am 8. April 2025 findet der nächste Stammtisch für die Klient:innen in der Steig in Appenzell statt. Dieser widmet sich dem UN-BRK-Artikel 3. Im Besonderen werden die beiden Fragen ‘Wo spüre ich Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderung?’ und ‘Was wünsche ich mir von der Gesellschaft?’ diskutiert. Für Interessierte gibt es zu Beginn eine Führung durch die Steig; abgerundet wird der Stammtisch mit einem Apero. Willkommen sind auch Klient:innen, die nicht Mitglied eines Selbstvertreter:innen-Rats sind. Zur Anmeldung geht es hier. Anmeldefrist ist der 17. März 2025.



INSOS Rat

Zweimal pro Jahr ist der INSOS Rat  eingeladen, im Rahmen eines kleinen Zeitfensters an einer Vorstandssitzung teilzunehmen, um dort auf wichtige Anliegen aus seiner Sicht aufmerksam zu machen. An der Dezember-Sitzung ging es um das Thema Weiterbildung während der Arbeitszeit. Zwei Mitglieder des INSOS Rats erklärten dem Vorstand, warum dem INSOS Rat das Thema wichtig ist. Er rief die Empfehlungen von INSOS Schweiz in Erinnerung, die sich dafür einsetzt, dass Mitarbeitende mit einer Beeinträchtigung den Mitarbeitenden ohne Beeinträchtigung gleichgestellt werden und dass die Rechte der Mitarbeitenden mit einer Beeinträchtigung verbindlich und konkret in einem Reglement festgehalten werden. 
An der Oktober-Sitzung besuchte der INSOS Rat den Selbstvertreter: innen Rat des Chupferhammers. Der INSOS Rat freut sich, dass nun auch der Chupferhammer im INSOS Rat vertreten ist. An der Februar-Sitzung nahm neben Marco Dörig, dem Präsidenten von INSOS SG-AI, Nina Rofe von der Behindertenkonferenz St. Gallen-Appenzell statt. Ziel war, sich gemeinsam darüber auszutauschen, wie in Zukunft eine Zusammenarbeit aussehen könnte.



Hauptversammlung INSOS SG-AI

Am Dienstag, 25. März, findet in der Steig, Appenzell, die Hauptversammlung von INSOS SG-AI statt. Nach dem formalen Teil steht der Transformationsprozess im Mittelpunkt, mit dem sich die Branche konfrontiert sieht. Die Einladung wird in der Woche 08 verschickt. Bitte reservieren Sie sich schon heute das Datum. Danke.



Neues Vereinsmitglied

Der Schweizerische Blinden- und Sehbehindertenverband SBV, Sektion Ostschweiz, ist neu Mitglied von INSOS SG-AI. Wir heissen das neue Mitglied in der Branche herzlich willkommen !

Gut zu wissen




Bildungsangebot für Betreuungspersonen von Menschen mit Beeinträchtigung in palliativer Situation

Selbstbestimmung und Autonomie sind grundlegende Rechte jedes Menschen – besonders in herausfordernden Lebensphasen wie bei schwerwiegenden, lebenszeitbegrenzenden Krankheiten. Wie Menschen mit Beeinträchtigung auch in palliativen Situationen ihre Selbstbestimmung ausüben und ihr Leben bis zum Schluss ihren Bedürfnissen entsprechend gestalten können, thematisiert das Bildungsangebot «Palliative Care für Menschen mit Beeinträchtigung» vom Bildungszentrum für Gesundheit und Soziales Thurgau. Dieses Angebot unterstützt Betreuungspersonen ohne Pflegeausbildung dabei, sicher und einfühlsam auf die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen einzugehen und eine würdevolle Begleitung zu gewährleisten. Der 5-tägige Lehrgang findet im Frühling im Kanton TG statt und im Herbst im Kanton SG. Für Pflegefachpersonen gibt es einen Lehrgang Palliative Care (Niveau B1), im Rahmen dessen ein Zusatztag zum Thema Palliative Bedürfnisse von Menschen mit Beeinträchtigung absolviert werden kann.




Woche der Gesundheits- und Sozialberufe 2025

Die Woche der Gesundheits- und Sozialberufe 2025 vom 24. -30. März steht bald vor der Türe und es wurden schon viele Veranstaltungen registriert. Nutzen Sie die Möglichkeit und laden Sie Ihre Veranstaltungen und Events nun ebenfalls kostenlos hoch auf die Website. Für mehr Sichtbarkeit, Spürbarkeit und  Zukunftschancen! Sind Sie dabei? Weitere Informationen auf der Website oder per Mail unter wdgs@odags.ch.



«Mein Platz» mit neuem Design

Nach zwölf Monaten Entwicklungsarbeit in verschiedenen Arbeitsgruppen, Review-Teams, Testgruppen und dem unermüdlichen Einsatz der UX-Designer und Programmierer verfügt die Online-Angebotsplattform meinplatz.ch über ein neues Design, das die Internet-Seite benutzerfreundlicher, frischer und ansprechender machen soll. Es wird weiterhin auf die bis anhin benutzten Farben für Tagestruktur, Wohnen und Arbeit gesetzt, diese werden aber neu in Szene gesetzt. Dank aussagekräftiger Illustrationen soll die Website verständlicher und zugänglicher sein. Wenn jemand persönliche Beratung braucht, findet man auch die Adressen der wichtigsten Beratungsstellen, und zwar neu direkt unter dem violetten Pin und mit einem erklärenden Bild. Neu wurde das Suchfeld an der oberen rechten Ecke der Internet-Seite platziert und bleibt stets dort. So kann intuitiv und rasch über eine Stichwort-Eingabe nach Angeboten gesucht werden. Besonders hilfreich ist, dass wenn ein Ort oder eine Strasse ausgewählt wird, zusätzlich ein Umkreis ausgewählt werden kann. Mein Platz freut sich über Rückmeldungen zum neuen Design.



«Ich wurde mit K.O.-Tropfen betäubt, vergewaltigt, wurde schwanger und musste dann abtreiben»

Mit solchen und weiteren schwierigen Situationen wird das Kompetenzzentrum Sexuelle Gesundheit regelmässig kontaktiert. Das Kompetenzzentrum mit Sitz in St.Gallen ist die erste Anlaufstelle in der Schweiz, die sich ausschliesslich um Fragen und Themen der sexuellen Gesundheit von Menschen mit Behinderungen oder deren Fach- und Betreuungspersonen kümmert. Sexualisierte Gewalt ist nur eines von vielen Themen, die das Kompetenzzentrum für sexuelle Gesundheit bearbeitet. Es geht auch um Körperwissen, Beziehungen führen und beenden, sexuelle Orientierung, Verhütung, Krankheiten, Kinderwunsch und vieles mehr. Fachpersonen und Angehörige erhalten Hilfestellung bei Einschätzungen und Reaktionen auf sexuelles Verhalten oder zu Fragen bezüglich Grenzverletzungen oder Prävention. Das Kompetenzzentrum Sexuelle Gesundheit ist eine Dienstleistung der Valida. Hier findet man alle Informationen.
Es sind derzeit verschiedene Veranstaltungen geplant wie das erste öffentliche Körperkafi, das am 31. März 2025 von 17-18 Uhr in der Valida stattfinden wird. Am 1. April finden die ersten zwei Workshops für Fachpersonen, die mit Menschen mit Behinderungen arbeiten, statt zum Thema Umgang mit sexueller Gesundheit im Wohnsetting oder am Arbeitsplatz und in der Tagesstruktur. Weitere Infos dazu gibt es unter claudia.schwingruber@valida.ch oder 071 424 02 39.



Unterstützung bei betriebswirtschaftlichen Fragestellungen

Kleinere soziale Institutionen können sich internes betriebswirtschaftliches Wissen nicht immer leisten. Die Dienstleistungen müssen eingekauft werden oder stehen gar nicht in gewünschtem Mass zur Verfügung. Gesucht wird beispielsweise jemand, der dieses Wissen punktuell zur Verfügung stellen kann, ein Mitdenker, jemand, der das Personal für finanzielles Verständnis sensibilisiert und die Finanzierung verständlich erklärt, der Auswertungen erstellt usw. Sandro Ciciriello war lange Jahre in der Behindertenbranche als Leiter Finanzen in sozialen Institutionen tätig. Er tritt per 1. April 2025 in den Vorruhestand. Sein Wissen stellt er dann entsprechenden Institutionen bei Bedarf gerne zur Verfügung. Er kann über sandro.ciciriello@bluewin.ch erreicht werden.



Aktion !Ausrufezeichen! am internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen

Im Rahmen der Aktionstage Behindertenrechte 2024 wurde die Aktion !Ausrufezeichen! durchgeführt. Aussagen von Menschen mit Behinderungen waren während des Aktionsmonates an verschiedenen Orten in den Kantonen SG, AR, AI zu sehen. Am 03.12.2024, dem internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen, wurden diese Aussagen in Form von Plakaten und digitalen Bildern wieder an unterschiedlichen Orten und auf unterschiedliche Weise sichtbar gemacht. Nach wie vor stehen die Plakate zum Download und Ausdrucken bereit: Die Plakate. Weitere Informationen zur Aktion !Ausrufezeichen! finden Sie am gleichen Ort.
 



Covai stellt ihren Betrieb ein

Die covai ag, die in Herisau an zentraler Lage einen komplett barrierefreien Raum zum Wohnen und Leben für Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf geschaffen hat - mit Spitex, Restaurant und Beschäftigungs-, Aktivierungs- und Freizeitangeboten -, wird auf den Frühling 2025 leider ihren Betrieb schliessen. Die covai ag hatte sich für eine selbstverständliche Teilhabe vor Ort eingesetzt, so wie sie die UN-BRK vorsieht, und galt als ein gutes Beispiel für Inklusion und generationenübergreifende Sozialraumorientierung. «Trotz intensiver Bemühungen und zahlreicher Initiativen der Verantwortlichen der covai ag waren die Herausforderungen letztlich nicht zu überwinden. [...] Die Entscheidung, den Betrieb einzustellen, wurde aufgrund erheblicher Herausforderungen getroffen, und es bedarf einer gründlichen Analyse und Planung, um mögliche zukünftige Schritte zu bestimmen. Jedoch bleibt die Hoffnung bestehen, dass sich die Rahmenbedingungen in der Zukunft verbessern werden. Das Unternehmen wird die Entwicklungen weiterhin genau beobachten und mögliche Optionen prüfen», heisst es auf der Website. INSOS SG-AI bedauert die Betriebseinstellung sehr.



Nationale Fachtagung in Biel

Am 1. April 2025 laden ARTISET und die Branchenverbände INSOS und YOUVITA zur nationalen Fachtagung in Biel ein. Unter dem Motto «Neue Denkweisen für zukunftsfähige Dienstleistungsstrategien» dreht sich die Tagung um praxisnahe Lösungen für diese zentralen Herausforderungen. Es geht darum, wie Zukunft im Sozialwesen gestalten werden kann. Wie Organisationen auf neue Anforderungen reagieren, Fachkräfte gewinnen und Nutzer:innen aktiv einbinden können, dies sind die Hauptschwerpunkte an diesem Anlass. Highlights sind inspirierende Keynotes von Esther Thahabi (thahabi&partner) und Regula Mader (SEM), zudem Panels mit Praxisbeispielen und moderierten Diskussionen. Hier geht es zur Ausschreibung.




Erfolgreiche Personalgewinnung – mit ARTISET Kaderselektion

Die richtigen Führungskräfte zu finden, ist essenziell für den Erfolg jeder Organisation im Sozial- und Gesundheitswesen. Mit der ARTISET Kaderselektion bietet ARTISET einen massgeschneiderten Rekrutierungsprozess, der die individuellen Anforderungen eines Betriebs ins Zentrum stellt. Die ARTISET-Dienstleistungen umfassen Analyse und Beratung, bei der gemeinsam geklärt wird, welche Kompetenzen und Persönlichkeiten eine Organisation bereichern; gezielte Kandidatenauswahl, bei der mit einem strukturierten Verfahren die besten Talente identifiziert werden, die nicht nur fachlich, sondern auch kulturell zu einer Organisation passen; nachhaltige Besetzungen und eine langfristige und erfolgreiche Integration einer neuen Führungskraft dank des ARTISET-Netzwerks und fundierter Methoden. Mehr kann auf dieser Website erfahren werden:  ARTISET Kaderselektion 




Uncanny Unchained: The Power of Weird – wer definiert, was normal ist? 

In der Kunst Halle St. Gallen findet die Ausstellung «Uncanny Unchained: The Power of Weird» statt. Die Ausstellung feiert das Seltsame, das Unheimliche, das Extravagante und Wunderliche in einer Versammlung der Grotesken. Mischwesen, gruselige Silhouetten, klebrige Texturen und verschobene Verhältnisse bevölkern die Kunst Halle. Doch wer definiert, was «normal» ist? Woher kommen unsere geteilten Vorstellungen des Absonderlichen? In der Kunst Halle spielen Werke von 22 lokalen und regionalen Künstler:innen mit Eindrücken des Bizarren und Mystischen und laden zu einem Spaziergang im Uncanny Valley ein. Am Freitag, 14. Februar 2025, um 18.30 Uhr zeigen Damian Bright von «Kultur für Alle» und Barbara Kiolbassa von der Kunst Halle in einer Tandem-Führung die Ausstellung. Hier gibt es alle Informationen, auch zum barrierearmen Zugang. Der Verein Kultur für Alle fordert und fördert den Zugang zu Kultur in der Ostschweiz für Kulturinteressierte und Kulturschaffende mit Behinderung. Der Verein setzt sich ein für Zugänglichkeit, Sichtbarkeit und Anerkennung.

Daten Sitzungen Vorstand

  • Montag, 10. März, 2025
  • Freitag, 24. April, 2025
  • Freitag, 20. Juni, 2025

Veranstaltungshinweise

  • Inklusive Tagung zum Thema Wohnen: Mittwoch, 12. Februar, 2025, evang. KGH St. Mangen, St. Gallen. Eine Veranstaltung von INSOS SG-AI
  • Ostschweizer Gipfel der Arbeitsintegration. Blickwinkel bedarfsorientierter Arbeitsintegration: Donnerstag, 20. März, 2025, 8.00-17.00 Uhr, rheinspringen, Vadianstrasse 59, St. Gallen. Eine Veranstaltung von rheinspringen

  • Hauptversammlung von INSOS SG-AI: Dienstag, 25. März, 2025, 14-17 Uhr, Steig Wohnen und Arbeiten, Appenzell. Details folgen.

  • Stammtisch für Selbstvertreter:innen: Dienstag, 08. April, 2025, Steig Wohnen und Arbeiten, Appenzell. Eine Veranstaltung von INSOS SG-AI
  • Positive Psychologie in der Agogik: Wie Menschen aufblühen: 23. April, 2025 und 07. Mai, 2025 (2 Tage), Bionstr. 5, 9015 St. Gallen. Eine Veranstaltung von Academia Euregio Bodensee AG
  • Sensoa-Flaggensystem: Professioneller Umgang mit sexuellem Verhalten von Menschen mit Behinderungen: Freitag, 12. September, und Freitag, 24. Oktober, 2025, 9.00-16.45 Uhr, Aki in Zürich. Eine Veranstaltung von Sexuelle Gesundheit Schweiz